WBW HUB 27+ Zentrum für Soziales, Hubland

Wettbewerb

WBW HUB 27+ Zentrum für Soziales, Kultur, Bildung und Sport am Hubland

Auslober/ Bauherr: Stadt Würzburg
Umsetzung:            2018
Verfahren:               Verhandlungsverfahren nach VgV  

Preis:                       Anerkennung 

WBW HUB 27+ Zentrum für Soziales,Kultur, Bildung und Sport am Hubland

Wettbewerbsaufgabe: Die Konversion der früheren Leighton- Barracks der Amerikanischen Streitkräfte wird zum zukünftigen Würzburger Stadtteil Hubland, der seit der Räumung durch die US Armee im Jahr 2009 entwickelt wurde. Das ehemalige Mannschaftsgebäude 13, sowie der Flugzeughangar 14 sollen hierfür eine wichtige Rolle spielen und umgenutzt werden. Öffentliche, soziale, bürgerschaftliche Nutzungen werden hier zukünftig an einem Ort verbunden. Mit einem offenen und flexiblen Konzept für unterschiedliche Nutzer sollen generationsübergreifende, sportliche, soziale und kulturelle Aktivitäten ermöglicht und ein lebendiger Anlaufpunkt mit sichtbaren historischen Wurzeln im neuen Stadtteil „Hubland Würzburg“ geschaffen werden.

Konzept: Die beiden Gebäude werden durch den Freiraum und die neuen Hauptzugänge, die zur Kommunikationszone werden, zu einer Gesamtanlage verbunden. Erweitert durch eine Dachlandschaft die alle Ebenen barrierefrei verbindet. Die ehemaligen Militärgebäude Flugzeughangar und Mannschaftsgebäude, bekommen ein neues Erscheinungsbild, das die zukünftige Funktion durch Transparenz und vielfältige Sichtbezüge der Innenräume mit den Freiflächen und derUmgebung vermittelt.

Städtebau / Freiraum: Die Freiraumgestaltung fasst die teils heterogene Bestandssituation zu einem klar lesbaren und erlebbaren Konzept
zusammen und bildet die gestalterische Basis für das gesamte Baufeld. Die neuen Wegeanschlüsse fügen das Areal in das städtische Gefüge und bieten neue Verknüpfungen mit der Umgebung. Durch die Ergänzung des wertvollen Baumbestands an den Rändern erfährt die Fläche eine kraftvolle Fassung und grenzt sich gleichzeitig zur bestehenden Verkehrsinfrastruktur hin ab. Auf dem Baufeld entstehen im Zuge des Umbaus unterschiedlichste, qualitätsvolle Freiräume, die die Bestandsflächen miteinbinden und Angebote für alle Nutzer schaffen. Die Haupterschließung erfolgt durch eine neue, überdachte Anbindung nördlich der Bestandsgebäude. Von hieraus können alle Bereiche erreicht werden, im Süden die Gebäude mit den unterschiedlichsten Funktionen, im Norden die verschiedenen Freiflächen. Die baumüberstandene Freifläche im Westen wird aufgewertet und soll zukünftig als KITAFreiraum dienen. Zwischen Hangar und Rasenfläche bildet eine gro.zügige Naturtribüne den Übergang von bebauter zu unbebauter Fläche und schafft zugleich Kommunikations- und Sitzmöglichkeiten sowie Ausblick bei Veranstaltungen auf die große Rasenfläche. 

Bauen im Bestand: Neues und historisches soll erkennbar bleiben. Die Grundstruktur der Gebäude bleibt bei nur geringen Eingriffen erhalten. Ergänzungen und Anbauten entwickeln die Gebäude weiter und ermöglichen die neue Nutzungen. Die große Toröffnung der Halle 13 wird für den Einschub eines neuen Baukörpers mit Geräteräumen und einer Tribüne genutzt. Die vorhanden Ebenen im Norden bekommen Erschließungs- und Aufenthaltsfunktion. Im ehemaligen Mannschaftsgebäude wird die Raumstruktur weitgehend beibehalten. Die Erweiterung nach Norden ermöglicht offenere Innenräume. 

Flexibilität / Nutzung: Die Möglichkeit unterschiedlicher Raumzusammenschaltungen ermöglicht die Reaktion auf die verschiedenen Nutzungen. Übergreifende, zuschaltbare Einheiten beleben die Gebäude. Die horizontale und vertikale Verbindung stellt die neueDachlandschaft her. Sanitärräume und Umkleiden können für Veranstaltungen in den Gebäuden und im Freibereich zugeschaltet werden. Der flexibel erweiterbare Familientreff verknüpft das Foyer mit der Halle und dem Jugendkultur- Stützpunkt. Horizontal und Vertikal verbindet die Dachlandschaft Nutzungen miteinander. Verknüpfung von Freizeit, Sport, Kultur, Familien, und Kindern, gibt dem Quartier neue Qualitäten.

Sporthalle: Dreifachhalle mit 362 Zuschauerplätzen, Sportlerbereich und Geräteräumen Kletterwand Publikumszugang von Osten, Sportlereingang vom Norden, direkt von den Parkplätzen, Jugendkultur-Stützpunkt von Westen

Kita / Kindergarten / Kinderkrippe: Ziel des neuen Kita-Konzeptes ist eine Kleinkind gerechte Raumstruktur, die sich an den entwicklungs- und altersspezifischen Bedürfnissen der Kinder sowie ihre individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten orientiert. Wechselnde Raumgeometrien, differenzierte Materialien und Farben ermöglichen vielfältige Eindrücke und die persönliche Aneignung der Umgebung. Es soll ein unaufdringlicher Rahmen geschaffen werden, der sich in seiner Farbigkeit und Materialität zurücknimmt, gleichzeitig aber identitätsstiftend und haptisch wie visuell interessant ist.

Jugend-Kultur-Zentrum: Der Bereich kann durch seine Lage sowohl Teil der Sporthalle wie Teil des Kuturangebotes sein. Gruppenräume und Kletterhalle liegen am Schnitt aller Wege. Mit Blick auf Region und sich anschließendes Gartenschaugelände, sollen die neuen Räumlichkeiten des Jugend- & Kultursporthaus Hubland dies nach innen wie nach außen kommunizieren.

Material- und Farbkonzept: Mit Blick auf einen verantwortungsbewussten Umgang mit Natur und gebauter Umwelt kommen naturbelassene Materialien zum Einsatz, die im Wechselspiel mit dem Außengelände wirken und sich gegenseitig ergänzen. 

WBW HUB 27+ Zentrum für Soziales, HublandAnja Kilian