WBW Gemeindehaus Büchenbronn

Wettbewerb

Neubau eines Gemeindehauses der Ev. Kirchengemeinde Büchenbronn

Auslober/ Bauherr:  Ev. Kirchengemeinde Pforzheim
Projektlaufzeit:       2008
Verfahren:              Mehrfachbeauftragung
Auszeichnung:        3.Preis

Städtebauliche Situation: Die Aufgabenstellung das Gebäude durch die Straße „Am Kirchhof“ zu erschließen, das Pfarramt zur Straße hin zu orientieren und gleichzeitig die Saalfunktion mit dem Gemeindegarten in Zusammenhang mit der Kirche zu sehen, führte uns zu einem lang gestreckten Baukörper, der nicht an der Erschließungstrasse, sondern zur Kirche liegt.
Durch die Lage des Baukörpers werden zwei unterschiedliche Plätze geschaffen, den Pfarrgarten auf dem unteren Straßenniveau und den Gemeindegarten zwischen neuem Baukörper und der Kirche auf dem oberen Niveau. Der Baukörper selbst ist das verbindende Element. Der sockelartige Baukörper wird als Fortführung der bestehenden Mauern rund um die Kirche interpretiert, auf dem der gläserne Saal rückversetzt eingebettet ist.  

Organisation: Wir sahen die Hauptpriorität darin, den Saal auf das Kirchenniveau zu stellen und den unmittelbaren Zusammenhang zwischen Kirche, Gemeindegarten und Saal barrierefrei herzustellen. Das verbindende Grundstückteil ist sehr eng. Um so mehr sahen wir die Herausforderung darin, die zusätzlichen Bereiche wie Foyer (zum Saal zuschaltbar) Küche und WC Anlage auf dieser Ebene zu integrieren. Im Sockelgeschoss ist zum Pfarrgarten das Pfarramt gelegen. Eine gemeinsame Erschließung führt zu diesem oder zu den Mehrzwecksälen auf der unteren Ebene. Im hinteren eingegrabenen Teil liegen die Lager und die Haustechnik. Über eine großzügige geradläufige Treppe und einem dahinter liegenden Aufzug wir die obere Ebene erschlossen. Der Aufzug versorgt auch die oben gelegene Küche. Die Organisation der beiden Ebenen ermöglicht unterschiedliche Begegnungsszenarien und Feiermöglichkeiten.
Der Pfarrgarten begrenzt durch seine Mauer wird zum ruhigen Ort, die Autos parken an der Straße, so dass eine ruhige Platzsituation entsteht, die das Gebäude ins Grün stellt. Im Pfarrgarten könnten biblische Pflanzen wie der Apfelbaum, Kräuter und Feldblumen gepflanzt werden.

Technische Konzeption: Durch den massiven Sockel wird Speichermasse geschaffen, die im Sommer Kühlung und im Winter die Wärme hält. Der kühle Sockel könnte über Leitungswege den darüber liegenen transparenten Glaskörper kühlen und damit einen passiven Energieaustausch gewährleisten. Das große überspannende Dach könnte ein Solaranlage oder Photovoltaikanlage tragen. Im Winter hat der Glaskörper einen Energieeintrag über die Sonne und senkt damit die Heizkosten.

WBW Gemeindehaus BüchenbronnAnja Kilian