Hörsaalgebäude Darmstadt

h_da C19

Bauherr: Hochschule Darmstadt
Projektlaufzeit: 2011 – 2013
BRI: 5.675 cbm

h_da C20

Bauherr: Hochschule Darmstadt
Projektlaufzeit: 2013 – 2015
BRI: 5.675 cbm

Fotos: Thomas Ott, Mühltal
Claus Morgenstern, Mannheim
Volker Zepter

Die Neubauten auf dem Campus Stadtmitte in Darmstadt wurden notwendig, um die steigende Zahl der Studierenden zu bewältigen. In jedem Gebäude sind zwei ansteigende Hörsäle mit je 150 Plätzen sowie ein großzügiges Foyer und erforderliche Nebenräume untergebracht.
Auf der Basis einer bereits vorhandenen Konzeptstudie entwickelten wir ein kompaktes, spiegelsymmetrisch aufgebautes Gebäude mit einer klaren und einfachen Formensprache. Die vergleichsweise kleinen Bauten fügen sich gut in das Raster der umgebenden Technik- und Laborgebäude ein und halten den maximal möglichen Abstand zu der bestehenden Bebauung. In den Freiflächen setzt sich das Gestaltungskonzept des neuen Platzes vor dem Hochhaus C10 fort.  
Die Bauten liegen hintereinander und sind durch eine kleine Freifläche verbunden. 

Beide Gebäude sind identisch aufgebaut: Zwischen den beiden Hörsälen liegt das lichtdurchflutete Foyer mit gegenüber liegenden, gleichwertigen Eingängen. Im Erdgeschoss verspringen die Teilbereiche des Gebäudes mit den WC-Anlagen und der Technik zu der darüber liegenden Hörsaalfassade. Daraus ergibt sich der  gestalterische Vorteil,  dass das flächenmäßig kleinere Obergeschoss an Nord-und Südfassade die Fluchten des Gebäudes C15 aufnehmen kann. Zudem entsteht jeweils ein Vordach, das den Eingangsbereich weiter stärkt und hervorhebt. Eine Streckmetallfassade umhüllt das ganze Gebäude und lässt nur die verglasten Eingangsbereiche frei.

Die Hörsäle haben im Innenraum Sichtbetonoberflächen und massive vorgespannte Decken aus Hohlelementplatten. Der Linoleumboden in kräftigen Farben setzt sich jeweils auf der dazu gehörenden Treppe fort und markiert so schon im Foyer die Eingänge. Die Hörsäle in C19 sind blau und grün, in C20 rot und violett. Im Foyer kam neben den Sichtbetonwänden hauptsächlich der Baustoff Holz zum Einsatz. Sowohl Decke als auch Galerien sind aus hochwertigem Furnierschichtholz und damit sehr filigran konstruiert.
Die Gebäude wurden im EnEV -50%-Standard erstellt, die Beheizung erfolgt über ein vorhandenes Blockheizkraftwerk.

Hörsaalgebäude DarmstadtAnja Kilian