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1. BA Neubau für die Mühlbachschule in Schemmerhofen

Bauherr: Gemeinde Schemmerhofen
Bauzeit: 2015 – 2016

Fotos: Daniel Vieser Architekturfotografie, Karlsruhe

Die Mühlbachschule in Schemmerhofen entwickelt sich von einer zweizügigen Grundschule und einer zweizügigen Werkrealschule zur zweieinhalbzügigen Grundschule und einer dreizügigen Gemeinschaftsschule.
Die bestehenden Schulgebäude aus den 1960er und 1970er Jahren, die in den 1990er Jahren bereits einmal ergänzt wurden, müssen für diese neue Schulentwicklung deutlich erweitert und saniert werden.

Grundstücksituation und Erweiterungskonzeption : Auf dem Grundstück der Mühlbachschule liegen im Süden die Gebäude der
Grundschule. Im nordöstlichen Grundstücksbereich schließt das Gebäude der ehemaligen Werkrealschule an. Die beiden Gebäudebereiche bilden einen nach Osten offenen Hof. Das Grundstück steigt von Süd nach Nord um annähernd zwei Geschosse an. 

Im Westen der Gebäude liegt der terrassierte Schulhof, der im Norden von der Sporthalle begrenzt wird. Die Teilung des Neubaus in einen nördlichen und einen südlichen Bereich ermöglichte nicht nur die Einbindung der neuen Gebäude in die Topographie sondern auch die schrittweise Umsetzung der Baumaßnahme oder Auslagerung von Schulräumen.
Der Betreuungs- und Mensabereich liegt im Norden. Hier ergibt sich auch eine von den Wegen und Aufenthaltsbereichen der Schüler getrennte Anlieferungsmöglichkeit für die Küche.
Die Unterrichtsbereiche werden im Süden angeordnet. Der offene Hof wird durch eine „Begrenzungsbebauung“ geschlossen und teilweise überdeckt. Damit entsteht eine Ringerschließung der bestehenden Gebäude und des Neubaus. Ein neues Treppenhaus mit Aufzug verbindet die verschiedenen Ebenen barrierefrei.

Neubau: Der Neubau des Klassenbereiches wurde als Massivkonstruktion geplant und mit dem Bestand verbunden. Die Raumvolumen werden von im Grundriss gebogenen Wänden gebildet, die im Aufriss geneigt sind. Zusammen mit den deutlich geneigten Dächern entstehen besondere, ungewöhnliche Räume. Sie bilden das Pendant zu den orthogonalen Lernateliers und Unterrichtsräumen.
Die Mensa wie der Bibliotheks- und Mehrzweckraum im Norden wurden in Holzbauweise auf dem massiven Hanggeschoss errichtet. Die Mensa ist mit einer Bühne ausgestattet. Sie ist gleichzeitig Theater-, Konzert- und Festsaal.

Umbau: Die Schule wird der pädagogischen Arbeitsweise der Gemeinschaftsschule angepasst. Dies erfordert verschiedene Änderungen in der Grundrissstruktur. Der Umbau findet im Bereich der bisherigen Werkrealschule und teilweise in der Grundschule statt. In diesen Bereichen sind Raumanpassungen vorgesehen. Insbesondere trifft dies auf den Rektoratsbereich, die Lernbereiche und Schülerarbeitsräume zu. Dies gilt auch für den Bereich des jetzigen Lehrerzimmers mit angrenzenden Räumen sowie die Erschließungsbereiche der Grundschule und die Pausenhalle. Durch eine entsprechende Fluchtwegesituation und die Bildung von Brandabschnitten werden Flurflächen soweit als möglich als pädagogisch nutzbare Bereiche aktiviert.
Sie werden Bewegungsraum, Lernbereich oder „Coachingzone“.

Mensa | Bibliothek | KlassenräumeAnja Kilian